Jetzt und dann

Frische Führungsqualitäten sind jetzt besonders gefragt

Die Corona-Krise hat unseren Alltag stark beeinflusst, das ist nichts Neues.

Was bedeutet dies speziell für Führungskräfte?

Mit welchen Themen sind Führungskräfte im Moment konfrontiert und wie wirkt sich das im Blick auf die Zukunft aus?

Kommunikation gestalten

In einer Krisensituation verändert sich für gewöhnlich unsere Art zu kommunizieren. Der Fokus liegt dann oft zuerst einmal auf Problemen, wir sind kurz angebunden, wir geben schnelle Antworten, und sind vielleicht sogar leichter reizbar als sonst, da wir uns in einer Stresssituation befinden.

Erwartungen erkennen und erfüllen

Zusätzlich wirkt sich speziell bei Führungskräften der Erwartungsdruck von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie von Vorgesetzen aus, Lösungen zu bieten, Informationen zu transportieren, Transparenz herzustellen und in einer Situation standhaft zu bleiben, die nie jemand zuvor so erlebt hat.

Sicherheit geben

Je nach Branche geht es auch noch darum Überlebensstrategien zu entwickeln, Strukturen und Prozesse anzupassen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sich selbst zu motivieren, mit den eigenen Ängsten klar zu kommen, schlechte Nachrichten zu übermitteln und Entscheidungen zu treffen, die mit unter extreme Auswirkungen auf die Organisation und deren Mitarbeiter sowie deren individuelles Schicksal haben.

Flexibel sein

Die Tatsache, dass es kaum möglich ist, auf Erfahrungswerte zurückzugreifen, macht die Situation gerade besonders anspruchsvoll.

Nähe herstellen

Zusätzlich sorgen z.B. Sicherheitsmaßnahmen dafür, dass der Smalltalk am Kaffeeautomat, das Kurzgespräch zwischen Tür und Angel, der Austausch in der Kantine oft nicht mehr stattfinden können. Manche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehe ich aufgrund von Kurzarbeit, Homeoffice, Umstrukturierungsmaßnahmen oder Kinderbetreuung kaum oder gar nicht mehr.

Dies kann zur Folge haben, dass die zwischenmenschliche Komponente verloren geht, Führungskräfte nicht mehr an ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dran sind, Ängste und Sorgen aber auch Ideen und Möglichkeiten nicht mehr wahrgenommen werden.

Auf welche Fragen benötigen Führungskräfte also Antworten?

Hier ein paar Beispiele:

  • Wie schaffe ich (wieder) Nähe zu meinen MitarbeiterInnen herzustellen?
  • Wie mache ich es möglich, dass über Gefühle und Befindlichkeiten gesprochen werden kann?
  • Wie stärke ich individuell meine MitarbeiterInnen?
  • Wie gebe ich meinen MitarbeiterInnen Sicherheit?
  • Wie stelle ich sicher, dass die Fähigkeiten und Kompetenzen, die in den letzten Wochen sichtbar wurden, weiterhin genutzt werden?
  • Welche Erkenntnisse gilt es zu sichern?
  • Welche Ressourcen haben wir generiert und wie setzen wir sie in Zukunft ein?
  • Wie motiviere ich?
  • Was motiviert mich?
  • Wie sorge ich für ein Zugehörigkeitsgefühl?
  • Wie entwickle und pflege ich unseren Teamspirit?
  • Was wollen wir bewahren?
  • Wem danke ich auf welche Weise?
  • Wie entwickeln wir lösungsorientierte Denk- und Handlungsstrukturen?

Download
“Führung in der VUCA-Welt”


Führungskräfte sollten sein wie Bambus: Eine starke Struktur und trotzdem beweglich, breit verwurzelt, in der Lage, sich im Wind zu bewegen und nach einer Belastungsphase wieder aufrichten können.

Sascha Weißenrieder, Coach